Gesund leben! Giftfrei schöne Haare? Shampoo selbst gemacht!

Haare waschen ohne Gifte und sonstige Zusatzstoffe!

 

Shampoo und Co gibt es in allen Varianten, mit allen erdenklichen Düften, sie versprechen Volumen, Seidenglanz, Repairfunktionen und ganz allgemein das perfekte Haar. Nur leider sind sie alle giftig für unsere Gesundheit und noch dazu umweltschädlich. Und ob sie wirklich das perfekte Haar liefern ist fraglich.

Ja, auch dann, wenn man zu Bioprodukten greift, sind Zusatzstoffe enthalten, die ich nicht auf meinem Kopf haben möchte.

 

Es geht auch anderes, und zwar preisgünstig, super einfach und komplett giftfrei. Wie?

Mit Kernseife und einer sauren Spülung. Und so wird’s gemacht.

 


Zutaten „Shampoo“:

 

Kernseife

Wasser

Eventuell natürliche Duftstoffe, wie Tees (nicht notwendig)

 

Spülung:

 

Hauptsache sauer:

Zitrone, Zitronensäure, Essig oder auch Vit C, es geht so einiges zu gebrauchen.

 

Faul wie ich bedeutet, dass ihr einfach ein Stück Kernseife nehmt, das Haar ordentlich nass macht und dann so lange mit der Kernseife auf eurem Kopf rumrubbelt, bis ihr genug Seife und Schaum erzeugen könnt, um dann ganz normal die Haare zu waschen.

Oder ihr „braut“ euch ein Hauseigenes Shampoo zusammen, wenn ihr möchter, sogar inclusive selbst gewähltem Duft. Da gibt es viele Rezepturen, doch die einfachste Variante ist Folgende:

 

Zubereitung Shampoo:

80 g Seife

1 Liter Wasser

Tee nach Wahl, alternativ Düftöle

 

Ihr wählt eine gute Bio-Kernseife. Dann reibt ihr 100 g Seife in einen Topf.

Gießt den Tee eurer Wahl (Kamille, Rosmarin, Lavendel, Lindenblüten und mehr) mit kochendem Wasser auf und lasst ihn 10 Minuten ziehen. Dann gebt ihr das Teewasser zu den Seifenflocken in den Topf und lasst die Seife unter Umrühren aufkochen. Alle Flocken sollen sich aufgelöst haben.

 

Danach lasst ihr die Flüssigkeit einfach abkühlen, bis die Seife geliert. Sie geliert, keine Angst. Es dauert nur. Auch wenn ihr denkt, das ist doch schon kalt und es ist immer noch flüssig. Einfach warten, sie geliert immer.

 

Ist die Seife geliert, mixt ihr sie gut mit dem Stabmixer oder ähnlichem durch, danach füllt ihr das fertige Shampoo in eine geeignete Flasche.

 

Eine Fotoserie zum Seife kochen findet ihr hier: Beitrag: Kernseife - altbewährtes Putzmittel!

 

Nun könnt ihr damit wie mir einem normalen Shampoo eure Haare waschen. Hinweis: Kernseife schäumt nicht so viel wie gekauftes Shampoo und man benötigt etwas mehr davon, daran muss man sich erst gewöhnen.

 

Nun die Haare gut ausspülen und im Anschluss eine saure Spülung machen. Diese ist sehr wichtig! Denn sonst werden eure Haare staubtrocken, strohig und verfilzen. Ohne die saure Spülung geht es nicht.

 

Saure Spülung:

 

Die kostengünstigste Variante ist Essig. Dabei würde ich Apfelessig wählen, wenn ich nicht persönlich lieber auf Zitrone zurückgreife, da mir der Geruch angenehmer ist.

Laut diverser Quellen soll der Essiggeruch verschwinden, wenn das Haar trocken ist. Nur ein dezenter Geruch nach Apfel soll bleiben. Ich bin sehr geruchsempfindlich. Für meine Nase war der Essiggeruch noch zu durchdringend. Aber ich bin wirklich kein Maßstab, daher solltet ihr das selbst testen und entscheiden.

 

Rezept für saure Spülung mit Essig oder Zitrone:

 

750 ml kaltes Wasser

125 ml Essig oder Zitrone

 

Es ist äußerst wichtig, dass ihr kaltes Wasser nehmt. Je kälter desto besser. Denn die Haarschuppen spreizen sich bei warmem Wasser und das Haar bleibt stumpf und unkämmbar. Kaltes Wasser in Verbindung mit Säure legt die Haarschuppen an und ihr bekommt seidig glänzendes Haar. So einfach ist das. Außerdem entfernt saures Wasser Seifenreste, die ihr nur durch gutes Ausspülen nicht wegbekommt. Kaltes Wasser kostet anfangs etwas Überwindung, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. :o)

 

Gebt Essig oder Zitrone in eine große Schüssel. Nehmt eine kleine Schüssel oder eine Tasse zur Hilfe und spült das Haar und auch die Kopfhaut gut mit dem sauren Wasser durch.

Ich stopfe dazu meinen Kopf samt langem Haar in die Schüssel und verwende eine Tasse, um die Stellen zu erreichen, die nicht in die Schüssel passen. Gut durchmassieren, auch die Kopfhaut.

Spült das Haar danach NICHT nochmal mit klarem Wasser nach! Das ist wichtig, sonst ist der saure Effekt wieder weg.

 

Wichtige Info:

Es braucht einige Haarwäschen mit Kernseifenshampoo, um die „gifte“ und Stoffe aus den herkömmlichen Shampoos gänzlich zu entfernen. Und man darf natürlich auch nicht zwischendurch wieder normales Shampoo verwenden. Nach den ersten 2-4 Haarwäschen kann euer Haar noch struppig und glanzlos sein. Bei mir war das jedenfalls so. Also werft nicht gleich nach dem ersten Versuch das Handtuch.

Früher hatte ich extrem trockene Kopfhaut mit Ansatz zu Schuppen. Nach zwei Tagen hat mir der Kopf so gejuckt, dass ich die Haare erneut waschen musste.

Doch nun hat sich meine Kopfhaut erholt. Wenn ich will (ich hab das mal getestet) kann ich 1 Woche lang ohne neue Haarwäsche auskommen, bevor ich wieder waschen muss. Ich hab auch keine Schuppen mehr.

Man kann problemlos täglich sein Haar mit dieser Methode waschen, man darf nur die die saure Spülung vergessen.

 

 

 

Frisch gewaschen, noch feucht:

Luftgetrocknet, keine weitere Plege oder Haarprodukte, das ist das Resultat: glänzend und seidig :o))


Hier einige Tees, die auch gut für Haare oder Kopfhaut sind:

Kamille wirkt beruhigend auf die Kopfhaut, gibt blondem Haar einen schönen Farbton und einen seidigen Glanz.

 

Rosmarin dunkelt das Haar etwas nach und soll gegen Schuppen helfen.

 

Salbei dunkelt das Haar nach.

 

Thymian soll gegen Schuppen helfen.

 

Weide soll gegen Schuppen helfen und fettigem Haar vorbeugen.

 

Orangenschalentee macht samtiges und duftendes Haar.

 

Brennnessel soll bei Schuppen, fettigem Haar und bei Haarausfall helfen.

 

Birkenblätter kräftigen die Haare und sollen gegen Haarausfall helfen.

 

Zitronengras soll fettigem Haar entgegenwirken.

 

Pfefferminze soll fettigem Haar entgegenwirken und die Durchblutung in der Kopfhaut fördern.

 

Lavendel wirkt beruhigend und soll die Talgdrüsentätigkeit anregen und gegen Haarausfall und Schuppen wirken.

 

Selbstverständlich kann man auch auf Öle zurückgreifen und einige Tropfen in das Seifenwasser geben. Doch ätherische Öle reizen die Kopfhaut bei empfindlichen Menschen. Viele reagieren sogar allergisch. Ich würde davon abraten.

 



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Kommentare: 6
  • #1

    sabo (Samstag, 09 April 2016 20:55)

    Liebe MArita,
    siehst Du, ich bin ganz faul - ich hab die Seife einfach in ein Seifennetz gepackt und schäume sie direkt auf den Haaren auf :D
    Und ich bestätige alles, was Du sonst dazu gesagt hast. Die Haare sind gesund, weich, glänzend - aber mehr sind es leider nicht bei mir geworden *schnief*

    Liebe grüße,
    Sabo

  • #2

    Susanne (Freitag, 28 Oktober 2016 14:33)

    Hallo,

    vielen Dank für deinen Bericht. Hast du schon Erfahrungen mit Shampoos gegen Haarausfall gemacht? Ich tendiere zum Art Naturals ist wohl mal etwas neues.

    Habe hier: http://www.shampoo-gegen-haarausfall.com davon gelesen und es hat mich sehr angesprochen.

    VG
    Susanne

  • #3

    Marita (Freitag, 28 Oktober 2016 21:15)

    Hallo Susanne,

    ich persönlich glaube nicht, dass ein Schampoo wirklich nachhaltig gegen Haarausfall wirken kann. Ich würde eher vermuten, dass etwas im Hormonhaushalt nicht stimmt, falsche Ernährung den Haarwuchs beeinflusst oder zB eine Vergiftung durch Umweltgifte vorliegt. Es kann viele weitere Gründe geben, da sollte man auf jeden Fall die Ursache erforschen. Mir fielen beispielsweise die Haare aus, als mein Schilddrüsenspiegel viel zu niedrig war. Und zwar Büschelweise. Sehr beunruhigend, doch sie sind wieder nachgewachsen. Zum Glück.
    Ganz liebe Grüße aus Scheden, Marita

  • #4

    Marita (Freitag, 28 Oktober 2016 21:16)

    Schweden ...

  • #5

    Jasmin (Sonntag, 11 Dezember 2016 21:10)

    Vielen Dank für die hilfreichen Tipps!
    Ich habe schon vor eine Weile auf Haarseife umgestellt, habe aber "Beschaffungsprobleme". Die Auswahl an Haarseifen ist sehr begrenzt. Ich habe schon verschiedene Seifen ausprobiert (überwiegend Fehlversuche), aber an Kernseife habe ich mich noch nicht getraut. Jetzt weiß ich, dass ich die saure Rinse brauche für ein gutes Ergebnis mit Kernseife. Danke dafür und vor allem für die schlüssigen Erklärungen!

  • #6

    Marita (Montag, 12 Dezember 2016 16:58)

    Hallo liebe Jasmin,
    vielen Dank und viel Erfolg mit Kernseife und saurer Spülung! Ich bin nach wie vor begeistert davon. Meine Haare sind seit dem einfach super. :o)
    LG, Marita