Wenn der Körper dich im Stich lässt

 

Wenn dein Körper nicht mehr so funktioniert, wie er sollte und du nicht mehr fähig bist, ein normales Leben zu führen – sprich Arbeit und Haushalt, ganz zu schweigen von einem sozialen Leben – spätestens dann geht man zum Arzt.

Bei mir war es so. Als ich endlich ernsthaft Hilfe suchte, war ich bereits so am Ende, dass ich zusammenbrach. Weshalb erst so spät zum Arzt? Ich war da, vorher, doch ich bekam keine Hilfe. Mir wurde gesagt, dass ich gesund aussähe, dass mein Blutbild normal wäre und dass der Virus (Papilloma Virus), den ich seit ich 23 bin mit mir rumschleppe, keine Beschwerden macht. Zumindest nicht die, unter denen ich zu leiden vorgab. Mir wurde schlicht weg nicht geglaubt und unterstellt, ich würde mich nur vor der Arbeit drücken wollen. Ich ärgerte mich die Pest über die übliche Ignoranz der Ärzte, ging nach Hause und machte weiter wie bisher: Arbeit, Haushalt, doch die sozialen Kontakte schraubte ich immer weiter runter, da ich einfach keine Kraft mehr hatte. Die Symptome traten immer häufiger und verstärkter auf.

Dann wechselte ich zum dritten Mal den Job, da ich den Arbeitsbedingungen nach und nach nicht mehr gewachsen war. Da mir Ärzte nicht halfen, suchte ich mir neue Jobs, die ich trotz steigender körperlicher Probleme noch machen konnte. Ich suchte Jobs, in denen es ruhiger zuging und das Arbeitstempo geringer war. Da ich gern arbeitete, kompetent bin und meine Arbeit immer gut machte, hatte ich nie Schwierigkeiten, neue Arbeit zu finden. Doch irgendwann machten Körper und Nerven nicht mehr mit.

 

Nachdem ich über ein Jahr lang jeden Tag, den ganzen Tag lang folgende Symptome hatte und diese Symptome unter dieser Zeit nicht ein einziges Mal verschwanden, sondern immer stärker wurden, brach ich schließlich zusammen. Ich konnte nicht mehr, ich war am Ende meiner Kräfte.

 

 

Symptomliste:

 

Übelkeit, Kopfschmerzen, Schmerzen in Muskulatur und Nerven und Gelenken, Trigeminusnervenschmerz, Herzstolpern, chronischer Husten, extreme Müdigkeit und Kraftlosigkeit, Schlaflosigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Licht- und Lärmüberempfindlichkeit, keine Stresstoleranz, Unruhe (als ob ich 3 Kannen Kaffee getrunken hätte), Muskelzuckungen, extrem trockene Haut und Augen (auch Augentropfen halfen nicht), Rückenschmerzen, Juckreiz, Einschränkung der Sehfähigkeit

 

 

Ein langer Weg zum Ziel

Ich ging zum Arzt, dieses Mal wurde ich krankgeschrieben, da man mir ja ansah, dass es mir nicht gut ging, und die Diagnostik-Odyssee begann.

 

Ich erklärte so nach und nach alle Symptome, ich sagte mehrfach, dass ich mich fühlte als wäre ich vergiftet. Erzählte sogar, dass ein halbes Bier mich sofort in einen Kater schickt, trotzdem kam niemand auf die Idee ich wäre tatsächlich vergiftet …

 

Das war 2007. Sie diagnostizierten so nach und nach Folgendes: chronischer HPV (das wusste ich ja schon), Myalgie, Erschöpfungssyndrom, Hortons Cluster Kopfschmerzen, multiple Allergien, Unterleibsprobleme mit PMS, Angstzustände (verschwanden nach HIT Diät sofort!), extreme Stress-, Licht- und Lärmempfindlichkeit, wiederkehrende Pilzinfektionen.

 

Nach einer möglichen Ursache wurde nur anfänglich gesucht. Als die üblichen „Verdächtigen“ ausgeschlossen waren, hieß es einfach ich würde ein Burn Out haben.

 

Gegen die Schmerzen bekam ich diverse Medikamente, die ich nicht vertrug, sondern alles noch schlimmer machten. Mir wurde vorgeworfen, ich würde mir das einbilden, es wäre psychisch.

 

Ich wusste, dass es nicht stimmte – weder das mit dem Burn Out, noch dass ich mir etwas einbildete –, ich verlangte weitere Untersuchungen, die ich teilweise nur durch Drohungen, die Ärzte wegen unterlassener Hilfeleistung anzuzeigen, durchsetzen konnte. Doch auch da fand man nichts. Ich galt als schwierig und man begegnete mir zunehmender herablassend oder aggressiv, behauptete allerdings ich wäre aggressiv, da ich teilweise laut wurde, um meine Forderungen durchzusetzen. Es war ein fruchtloses Unterfangen, Ärzte können meist nicht über den Tellerrand gucken. Sie schließen die üblichen verdächtigen Krankheiten aus und danach wird man als psychisch krank abgestempelt.

 

Die Krankenkasse strich mir das Geld, ich klagte und verlor 2016 nach zwei Jahren Klage. Begründung: Ich könnte nicht beweisen, dass mir all meine Probleme derart zusetzen, dass ich nicht arbeiten gehen könnte. Sie bestritten also nicht die Diagnosen, sondern, dass es einem dabei so schlecht gehen könnte, dass man nicht arbeiten kann. Obwohl die Ärzte beschrieben hatten wie mein Leben eingeschränkt ist, reichte es nicht. Ich fragte wie denn jemand der beispielsweise unter Depressionen leidet sowas beweist, ich lud sie sogar ein, bei mir einzuziehen, um zu sehen, wie es mich einschränkt. Keine Reaktion. Nach deren Begründung für die abgewiesene Klage frage ich mich, wie es sein kann, dass überhaupt jemand längerfristig Stütze bekommt. Soziales System? Wenn man krank ist und arbeitsunfähig sollte man versorgt sein? Die Realität sieht anders aus. Ich bekomme keine Geld, keine Unterstützung vom Staat, weder Kranken- noch Arbeitslosengeld, noch Sozialhilfe. Laut Gerichtsbeschluss bin ich ja nicht krank bzw. eingeschränkt, also soll ich arbeiten gehen.

 

Ich hatte bereits alles in eigene Hände genommen, suchte und gab nie auf. 2012 fand meine Mann eine Seite über Histamnintoleranz - vieles passt und ich verlangte einen Test, den ich wieder erpressen musste.

 

Der erste Erfolg: Ich bin Histaminintolerant und ich begann die entsprechende Diät. Mir ging es schlagartig besser!

 

Die Diät beinhaltet neben dem Weglassen bestimmter Nahrungsmittel auch, dass man sämtliche Zusatzstoffe im Essen meiden soll und alles frisch zu sich nehmen soll. Des Weiteren muss man sämtlichen Stress meiden. Dazu zählt alles, was den Körper stressen kann, auch beispielsweise Kälte, Hitze und Überanstrengung.

 

Das Resultat: Die Kopfschmerzen verschwanden fast gänzlich, mir war nicht mehr jeden Tag übel.

 

Was ist Histaminintoleranz (HIT)? Wer sich schlau machen möchte, kann hier eine Kurzfassung lesen. Und sich auch vertiefend schlau machen. Es gibt keine bessere und ausführlichere Seite über HIT.

 

Leider ging es mir nicht in allen Bereichen besser. Die Schmerzen in Muskeln und Nerven blieben, wanderten genau wie zuvor. Und mir war immer noch sehr oft übel, ich war extrem müde und wurde immer kraftloser. Ich litt teilweise unter Atemnot und mein Herz begann zu stolpern. Es war deutlich, dass nicht nur die HIT schuld sein konnte, denn ich folgte ohne jegliche Ausnahme der Diät und den Tipps bezüglich HIT.

 

Und dann der nächste Hammer. Anfang 2013 bekam ich Morbus Basedow, eine Autoimmungkrankheit, bei der der eigene Körper die Schilddrüse angreift. Ich bekam zusätzlich noch die typischen Syptome eines Morbus Basedow. Autoimmunkrankheiten werden oft durch Stress ausgelöst, und mein Körper war über viele Jahre mehr als gestresst gewesen. Meine Werte waren derart hoch, dass sie nicht mehr messbar waren. Wer wissen will, was Morbus Basedow genau ist, kann es hier nachlesen. Durch eine Radio-Jod-Therapie wurde meine Schilddrüse abgetötet, bevor sie mich töten konnte. Nun muss ich Schilddrüsenhormone zu mir nehmen, für den Rest meines Lebens.

 

Trotz eingestellter Schilddrüse verschwanden oben genannte Symptome nicht.

Anfang 2015 fuhr ich dann für einen Ärztemarathon nach Deutschland, bezahlte alles selbst und ließ nach wirklich allem suchen, das nur irgendwie in Frage kommen könnte. Ein sehr kompetenter Arzt, der nicht aufgab, auch als wieder nichts gefunden wurde (außer einem VIT D Mangel und einem Selen Mangel und der Diagnose Fibromyalgie. Fibromyalgie wird als Ausschlussdiagnose gestellt. Wenn die üblichen Verdächtigen bezüglich gewisser Symptome ausgeschlossen werden, dann wird Fibromyalgie diagnostiziert.), hatte schließlich die Idee, einen Kollegen anzurufen, der als Umweltmediziner arbeitet. Dieser hörte sich meinen Fall an und ich wurde vorstellig. (Link zum Umweltmediziner, da ich immer wieder gefragt wurde und werde, wer denn letztendlich eine Diagnose stellen konnte.)

 

Nun, viele Worte kurzer Sinn: Nach einigen Tests und Untersuchungen machte er noch einen Gentest.

 

 

Folgendes fand er heraus:

 

Mein Körper entgiftet nicht zeitnah, was bedeutet, dass diverse Umweltgifte nicht schnell genug verstoffwechselt und ausgeleitet werden. Meine Symptome sind Vergiftungssymptome, was haargenau passt.

 

Mir fehlen genetisch bedingt zwei Entgiftungsenzyme und andere verrichten ihren Job nicht mehr wie sie sollen. Vielen Menschen fehlt ein solches Enzym, doch dann übernehmen andere Mechanismen ihre Arbeit. Fehlen aber mehr, wird’s schwierig. In jungen Jahren kann der Körper noch durch andere Enzyme und Mechanismen den Schaden aufwiegen, doch mit zunehmendem Alter und dementsprechenden körperlichen Einschränkungen treten die typischen Vergiftungssymptome auf und nehmen stetig zu. Zusätzlich zum VIT D und Selenmangel stellte der Mediziner noch einen Zinkmangel fest. Selen und Zink werden beim Entgiftungsprozess benötigt. Mein Körper hatte verstärkt darauf zurückgegriffen, in Mangel an Alternativen, und die Reserven aufgebraucht.

 

Die Therapie:

Selen, Zink und VIT D Substitution.

Vermeidung von allen Umweltgiften.

 

Der Arzt war heilfroh zu hören, dass ich bereits auf dem Land lebe, in einem Haus, das vor uns 50 Jahre leer stand, und dass wir bei unseren Renovierungen bisher ganz zufällig komplett giftfrei agiert hatten.

 

Und da bin ich jetzt: HIT Diät + gesund leben und mir geht es wesentlich besser! Die Übelkeit sowie Schmerzen in Nerven und Muskeln besserten sich wesentlich. Die Müdigkeit nahm ab, die Energie ein wenig zu. Zumindest solange ich auf unserem Hof in einer so giftfreien Umgebung wie möglich bleibe. Sobald ich auch nur einkaufen fahre und Autoabgasen, tausend Duftstoffen und Co ausgesetzt werde, geht es mir sofort wieder schlechter. Ganz besonders machen mir flüchtige Stoffe zu schaffen, denn eines der fehlenden Enzyme ist genau dafür zuständig.

 

Ich habe so einiges geändert. Biologisch, also Pestizide frei, zu essen ist nur ein Puzzleteil, um meine Gesundheit so gut es geht zu unterstützen. Ich bin noch nicht ausgelernt, mir fallen immer neue Dinge ein, die sich ändern lassen. Am besten wäre eine einsame Insel, um Giften in der Luft zu entgehen, doch sowas können wir uns nicht leisten. Aber unser kleiner Hof in Småland, in Südschweden ist auch schon nicht schlecht.

 

Um meinem Körper genügend Zeit zum Regenerieren zu geben, muss ich etwa 12 Stunden ruhen, sonst habe ich nicht genug Kraft für den Tag. Ich gehe zwischen 20.00-21.00 Uhr ins Bett. Später bedeutet immer zu wenig Energie am folgenden Tag. Und ich ruhe auch während des Tages mehrmals für 10-30 Minuten.

 

Ich muss alles selbst bezahlen, sogar zum großen Teil meine Tests bezüglich Vitamine und Mineralien, da die Ärzte hier (trotz heutigem Beweis aus Deutschland) nicht glauben, dass ich vergiftet bin. Und das, obwohl es mir zum ersten Mal wirklich besser geht. Wie ignorant kann man sein, nur weil man sich als Patient als mündig erwiesen hat, sich selbst im Internet schlau gemacht hat (ein rotes Tuch für Ärzte!), nicht nach deren Pfeife tanzt und was rausgefunden hat, was denen niemals eingefallen wäre?

 

Unter Gesund leben! poste ich meine Tipps und Tricks für ein giftfreies gesundes Leben. Ich hoffe damit, auch anderen Betroffenen helfen zu können.

 

Schreiben als Therapie

Was mir während der gesamten Zeit sehr geholfen hat und mich davor bewahrt hat, mein Leben als unnütz anzusehen und den Lebenswillen zu verlieren, war das Schreiben. Ich flüchtete mich in andere Welten, entfloh meinen Schmerzen und gefühlten tausend Symptomen und dachte mir Geschichten aus. Diese niederzuschreiben gab mir das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun.

 

Jeder Therapeut wird dir sagen, wie wichtig es ist, sich trotz Krankheit oder anderen widernden Umständen etwas zu suchen, das


dem Leben einen gewissen Sinn gibt. Ich tat das instinktiv, andere brauchen eine Erinnerung daran, wie wichtig so etwas ist. Es ist unwichtig, ob ihr von selbst auf das kommt, was euch helfen kann, oder ob ihr Hilfe in Anspruch nehmt, um Ideen zu erhalten, Hauptsache ist, dass es geschieht!

Und was soll man tun? Am besten etwas, wobei man etwas erschafft oder wobei etwas Bleibendes herauskommt, etwas, auf das man (mit Stolz) zurückblicken oder betrachten kann. Das kann alles Mögliche sein – töpfern, stricken, malen und Co genauso wie einen Blog betreiben (wahlfreier Inhalt), etwas entwerfen oder gar eine Internetseite mir Shop betreiben. Man kann auch Sport treiben, wenn die Krankheit es zulässt, und darin seine Therapie finden. Hauptsache man sucht sich etwas und landet nicht mit Selbstmitleid auf dem Sofa.

 

Ich hatte das Schreiben für mich entdeckt (wie ich zum Schreiben kam), ich habe auch gemalt, doch das geht nicht mehr. Zumindest nicht mit Farben, die flüchtige Stoffe abgeben. Wäre es nicht das Schreiben gewesen, hätte ich mir etwas anderes gesucht. Ich wollte beispielsweise schon immer töpfern lernen.

 

Heute versuche ich meine Bücher zu verkaufen, um etwas zu unserem Lebensunterhalt beizutragen. Ich habe bereits einige Titel veröffentlicht, etwas das bleibt, etwas das ich anfassen kann und das mir zeigt, dass ich trotz Krankheit, etwas erschaffen habe und mich nicht vor Selbstmitleid auf dem Sofa verkrochen habe.

Das Biohof-Projekt für Selbstversorger

Wir haben dieses Jahr (2016) unser Biohof-Projekt gestartet. Hier halte ich euch darüber auf dem Laufenden, wie es uns mit dem Plan eines Bio-Selbstversorgerhofes ergeht. Denn


ein Plan ist ein Plan, nicht mehr. Wie sagt meine liebe Freundin immer so gern? „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, dann mache Pläne!“

 

Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, dann mache Pläne!

Das Leben läuft nicht nach Plan. Man kann versuchen zu planen, man kann sich Dinge vornehmen und mit genügend Selbstantrieb durchziehen, man kann organisieren und Möglichkeiten schaffen und man kann Versuche starten – immer und immer wieder. Man kann sich vornehmen, niemals aufzugeben. Aber man kann nicht erwarten, dass Irgendetwas nach Plan verläuft. Ohne Flexibilität geht es nicht und ohne eine gehörige Portion Willen schon gar nicht. Erwarte keine großen Hilfen von außen, du bist die einzige/der einzige, der wirklich etwas ändern und bewirken kann. Du bist ganz allein für dich selbst verantwortlich!

 

Aber: Ärzte, Behörden und Co sollen gefälligst ihren Job machen und uns nicht im Weg stehen, wie das bei mir der Fall war und immer noch ist! Wir haben jedes Recht gewisse Hilfe, Tests und Behandlungsversuche einzufordern. Meine und deine Verantwortung liegt darin, zuzusehen, dass wir zu diesem Recht kommen. Und natürlich sind wir in der Eigenverantwortung, das was uns guttut auch wirklich durchzuziehen und zwar konsequent. (Wer abnehmen will, kann auch nicht immer wieder Kuchen essen!) Ich habe die Eigenverantwortung für mich von Anfang an angenommen und tue was mir möglich ist, um so gesund wie möglich zu sein. Manchmal ist der Weg zur richtigen Diagnose jahrelang, wie bei mir. Doch aufgeben, ist niemals eine Option. Man muss sich etwas suchen, das einen während der schwersten Zeiten über Wasser hält, einem eine Aufgabe gibt, egal wie gering sie erscheinen mag.

 

Mein Plan für mein Leben hat wirklich anders ausgesehen. Ich wollte Kinder, auch die habe ich nie bekommen. Stattdessen arbeitete ich viele Jahre mit Kindern. Ich war ein extrem sportlicher Mensch, hatte noch so viel vor (Berge erklimmen, Länder durchwandern), stattdessen habe ich zehn Jahre damit verbracht, nicht unterzugehen, nicht auch noch die letzten Muskeln zu verlieren, und schnaufe bereits nach kurzem Treppensteigen. Ich habe umdisponiert, immer und immer wieder. Und ich erwarte nicht, dass sich daran so viel ändern wird. Selbstverständlich habe ich Pläne, doch ich erwarte nicht, dass die genauso umzusetzen sind, wie gedacht.

 

 

Und noch ein Satz, der vielen nicht schmecken mag:

 

Wer weiß, dass gewisse Dinge ihm guttun, dass andere Dinge ihm schaden und wer dann trotzdem nichts ändert – und zwar konsequent – dem geht es nicht schlecht genug!

 

Die Zukunft

Im Großen und Ganzen geht es mir heute soweit gut, dass ich mich nicht mehr in Träume flüchten muss, um zu überleben. Doch das Schreiben ist ein Teil von mir geworden. Es hat mir über die Schwerste Zeit meines Lebens geholfen.

 

Ich habe immer wieder kleine Rückfälle, man kann nicht alle Gifte verhindern. Was so in der Luft herumschwirrt und was meine Mitmenschen an mich herantragen, kann ich nicht beeinflussen. Und ab und an muss man auch unter Menschen gehen, ob nun zum Einkaufen oder für soziale Kontakte. Niemand anderes hat es giftfrei in seinem Haus und alle haben irgendwelche „Düfte“ an sich. Und jedes Gespräch, jeder Besuch, sei er noch so willkommen, raubt mir die wenige Energie, die ich durch mein konsequentes gesundes Leben sammle.


Ich kann keiner normalen Arbeit nachgehen, ich kann nur von zu Hause aus etwas tun, und das auch noch sehr beschränkt.

Ich werde immer krank sein, doch heute kann ich zumindest etwas dafür tun, dass es mir besser geht, da ich endlich weiß, was mir fehlt!

Und ich werde mir auf keinen Fall den Lebenswillen und Freude am Leben nehmen lassen!

 

Meine Bücher!