Minileseproben zu meinen Büchern

Minileseprobe aus "Das Vermächtnis der Lil`Lu: Emilie - Traumbegegnungen"

Minileseprobe aus dem Fantasy-Roman

 

Mitten im Flur blieb Lovisa plötzlich stocksteif stehen und starrte mit halboffenem Mund ins Leere. Sie stand einfach nur da, wie vom Donner gerührt, als würde sie etwas sehen, dass uns anderen entging. Ihre Augen weiteten sich unnatürlich. Das blanke Entsetzen spiegelte sich darin wieder.

Ich ging vorsichtig zu ihr, berührte sie am Arm. »Isa? Alles in Ordnung?«, fragte ich behutsam.

Ohne Vorwarnung fing sie an zu schreien. Ich zuckte zurück und Amanda stieß einen Fluch aus.

»Isa! Hör auf!«, brüllte sie dann gegen Lovisas Geschrei an.

»Wir müssen sie wachrütteln!«, rief ich. Ich weiß nicht, woher ich es wusste, doch Lovisa war gerade nicht bei uns. Sie nahm die Umgebung nicht wahr, mit keiner Zelle ihres Körpers. Sie war wie weggetreten, als ob ihr Geist in einer anderen Zeit weilte.

Uralte Macht …, flüsterte etwas in meinem Inneren.

Ich schob es energisch beiseite und trat erneut auf Lovisa zu. Sie hatte


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Minileseprobe aus "Das Vermächtnis der Lil`Lu: Danniella - Engelsflügel"

Minileseprobe

 

»Lasst doch mal das arme Mädchen in Ruhe!«, rief Josefin lachend und drängte sich durch die Männertraube um mich herum. »Sie kann ja kaum noch atmen!« Und schon umklammerte sie mein Handgelenk wie einen Schraubstock und zog mich unter lachenden Protesten der Jungs auf die Tanzfläche – das Parkett in Amandas Wohnzimmer. Sie schirmte mich mit ihrem üppigen Busen effektiv vor den anderen ab und zwinkerte mir zu.

»Danke«, wisperte ich erleichtert.

»Die sind ja sowas von hormongesteuert«, lachte Josefin. Ich nickte dankbar und begann mich zur Musik zu bewegen. Erst vorsichtig, dann immer ausgelassener. Es war wie eine Befreiung. Ich schaltete meine Umgebung aus, verdrängte sogar effektiv diesen nervenzerrenden Sog und gab mich der seltsamen, doch rhythmisch mitreißenden Musik hin. Ich schloss die Augen und ruhte mich in der beruhigenden


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Minileseprobe "Astro-Date"

Kleine Leseprobe aus der Kurzgeschichte "Astro-Date"

 

Aus dem Leben einer lehr langen Frau - Britta misst satte 1,97!

 

Ralf und ich waren einige Male miteinander aus gewesen. Wir verstanden uns gut, er schien sich wohl in meiner Nähe zu fühlen. Daher entschied ich, bei einem Mittagessen einen Schritt weiter zu gehen. Ralf war schüchtern – das dachte ich zumindest –, also musste ich den Anfang machen. Doch gerade, als ich ihm sagte, dass ich ihn sehr mochte, und er verstand, worauf ich hinauswollte, da stürmte eine junge Frau das Restaurant – seine Freundin, noch kleiner als Tanja, puppensüßes Gesicht und dürr wie eine Bohnenstange. Das absolute Gegenteil von mir.

Es war eine wahrhaftig klassische Szene, wie sie jeder aus Filmen kannte. Peinlich! Ich wollte vor Scham im Boden versinken. Ralfs nett gemeinte tröstende Worte, von wegen, ich wäre seine beste Freundin, wir wären Seelenverwandte, und er hoffe, dass ich Mandy genauso mögen würde wie er, hätte ich ihm am liebsten sonst wohin geschmiert.


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Minileseprobe "Wer zum Teufel ist Butterblume?"

Kleine Leseprobe aus dem Liebesroman "Wer zum Teufel ist Butterblume?"

 

Ein Buch mit Mystik und Magie.

 

Seit fast zwei Jahren arbeitete ich nun für Schulze, Liebknecht und Harms. Das Geld stimmte, ich war seit kurzem sogar zur Chefsekretärin befördert worden, doch die innere Leere war geblieben. Sobald ich genügend gespart hatte, flog ich in den Urlaub. Immer wieder, immer aufs Neue. Andere Länder, neue Bräuche, fremde Kulturen – als wäre meine rastlose Seele auf der Suche. Solch seltsame Gedanken kamen mir allerdings nur nachts. Und auch nur dann, wenn ich gerade einmal nichts um die Ohren hatte. Was äußerst selten geschah, denn ich füllte mein Dasein mit Arbeit, Ereignissen und Erlebnissen.

Und auch nun war ich wieder mittendrin im Rad meines Lebens, denn dort saß ich nun – in diesem äußerst wichtigen Meeting und kritzelte geistesabwesend das Wesentliche in den Notizblock, statt richtig zuzuhören. Ich überlegte fieberhaft, was ich wohl Wichtiges für den Urlaub vergessen haben könnte: Handy, Ladegerät, ebook-


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Minileseprobe "Wie angelt man sich einen Piraten?"

Minileseprobe aus dem Fantasy-Liebesroman "Wie angelt man sich einen Piraten?"

 

Entsetzt umklammerte ich das Lenkrad, als der rote Sportwagen um die Kurve bog und die Hälfte meiner Fahrbahn blockierte. Wohin sollte ich? Rechts? Links? Die Zeit schien still zu stehen. Verfluchter Linksverkehr! Ich hatte mich in den kurzen drei Stunden, in denen ich den quietschgelben Mietwagen fuhr, nicht einmal annähernd damit anfreunden können. Meine Gedanken überschlugen sich. Bin ich auf der richtigen Straßenseite? Ist der rote Blitz auf meiner oder auf seiner Fahrbahn? Ich überblickte das so schnell nicht. Anstatt überhaupt irgendetwas zu tun, starrte ich dem Mann hinter dem Lenkrad wie gelähmt in die Augen. Jetzt sterbe ich, dachte ich noch, dann sah ich den wutentbrannten Ausdruck, der mich zur erdolchen drohte. Der Mann riss das Lenkrad herum und Reifen quietschten. Waren es meine oder seine? Ich registrierte vage, dass ich doch irgendetwas tat. Genau genommen stand ich mit beiden Füßen gleichzeitig auf der Bremse, während ich


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Kleine Buchprojektvorschau :o)

Heute gibt es Mal eine kleine Vorschau auf das was euch demnächst von mir erwartet. Zwei neue Bücher! Ich habe keinen Zeitplan. Bei mir läuft alles eins nach dem anderen. Ich werde mich nicht festlegen, wann etwas erscheint, da ich nie weiß, wann es mir wie gut geht. (Siehe "Wenn der Körper dich im Stich lässt")

Außerdem liegt momentan viel Arbeit auf unserem Hof an. (Biohof-Projekt)

Aber folgende beiden Bücher nähern sich dem Ende. :o))


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Minileseprobe: Emilie - Traumbegegnungen

Minileseprobe aus dem Fantasy-Roman "Emilie - Traumbegegnungen" (Das Vermächtnis der Lil`Lu 3)

 

Montag, Schule. Nach einer weiteren Nacht, in der ich durch Albträume geweckt worden war, schleppte ich mich zur Schule. Den Tag am Wochenende zur Nacht zu machen, war mir klug erschienen, doch nun würde ich den Preis dafür zahlen, das merkte ich bereits vor der ersten Stunde eindeutig. Also betete ich, dass die Stunden sich nicht endlos ziehen würden, und sehnte den Schulschluss herbei, bevor der Unterricht überhaupt begonnen hatte.

Als ich mich auf meinen Platz fallen ließ, fiel mir Amandas gerunzelte Stirn auf. Vor allem aber machte es mich stutzig, dass sie Filips Hand wegschubste, um sich auf ihr Handy zu konzentrieren.

»Wieso geht sie nicht ran?«, beschwerte sich Amanda dann. »Ich hab ihr gestern schon eine SMS geschickt!«

»Krank?«, schlug Filip vor.


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Minileseprobe: Lovisa - Im Zeichen des Feuers

Minileseprobe aus dem Fantasyroman "Lovisa - Im Zeichen des Feuers" (Das Vermächtnis der Lil`Lu 2)

 

Ich stopfte mir gerade eine letzte Weintraube in den Mund, als Josefin einen großen Kleiderständer zur Tür hereinschob. Oben auf dem Ständer thronten bunte Schachteln und ein großer Kasten mit weinrotem Samt bezogen. Ich folgte ihr in den Ankleideraum und beobachtete, wie sie die dort hängenden Kleider in diversen Größen gegen eine Garderobe passend zu meinen fraulichen Rundungen austauschte. Aus den Schachteln zog sie zu jedem Kleid passende Tücher, Taschen und Schuhe. Der weinrote Kasten entpuppte sich als Schmuckschatulle. Mir gingen fast die Augen über, bei den edlen, mittelalterlich angehauchten Armreifen, Ringen und Halsketten, die mit Rubinen, Jade, Opalen und Saphiren besetzt waren. Ich war nicht gerade der Gold- und Silberfantast, doch solch Reichtum an Juwelen ließ dann sogar mein Herz höherschlagen. Leider schlug mich beim


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Minileseprobe zu "Lovisa - Der Riss im Universum"

Minileseprobe aus Lovisa - Der Riss im Universum aus der Reihe Das Vermächtnis der Lil`Lu (Teil 1)

 

»Ich muss dann, Paps.«

Die knollige Nase meines Vaters erschien über der Zeitung.

»Einen schönen Tag, mein Engel«, wünschte er mir und war auch schon wieder verschwunden.

Mit den Worten »Da ist jetzt frischer Kaffee« verließ ich die Küche, um von meiner Mutter in die Stadt gefahren zu werden. Sie war Altenpflegerin, und einmal die Woche ergab sich für mich der Luxus, eine halbe Stunde länger schlafen zu können. Dann fuhr sie mich zur Schule, und ich brauchte nicht frierend auf den Bus zu warten.

Als ich vor die Tür trat, schlug mir die Kälte entgegen. Ich zog meinen Schal über die Haare und zwängte mich samt Rucksack auf den Beifahrersitz, wo sich im Fußraum Schachteln stapelten. Der Motor lief bereits, meine Mutter drehte das Gebläse auf.


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Minileseprobe: Jori, der kleine Troll - Der Angriff der Wespen

Minileseprobe der Woche 14

 

 

Der kleine Trolle Jori lebte mit seinen Eltern in Trollhausen, einem kleinen Trolldorf, das tief im Wald lag.

 

Jori war fünf Jahre alt und besuchte seit einiger Zeit die erste Klasse der Schule für Trollkinder in Trollhausen. In der Trollschule lernten Jori und sein bester Freund Trann so seltsame Dinge wie Leisegehen und sich unsichtbar machen. Und anstatt wie andere, normale Kinder, lernte er nicht Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern Bienenbetören, Mäusereiten und alles Wichtige über das Pilze- und Kräutersammeln.

 

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Minileseprobe: Jori, der kleine Troll, der erste Schultag

Minileseprobe der Woche 13

 

Heute aus dem Kinderbuch Jori, der kleine Troll - Der erste Schultag. Ein Bilderbuch ab 4 Jahre.

 

Glaubst du an Trolle?

 

Es gibt ja viele Märchen und Geschichten über Trolle, aber es sind eben nur Märchen und Geschichten.

Das sagen zumindest die Erwachsenen.

Ich sage: Und Trolle gibt es doch!

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Minileseprobe: William und die blutende Quelle im Wald

Minileseprobe Woche 11

Heute aus dem Kinder-Krimi Die blutende Quelle im Wald.

 

Die drei gingen näher, wobei der Nebel jeden Laut auf seltsame Art und Weise verstärkte. Sie begannen zu schleichen und horchten nach menschlichen Geräuschen. Es war niemand zu sehen, doch als sie hinter der Hütte entlangpirschten, hörten sie gedämpfte Stimmen aus dem Inneren. William wechselte vielsagende Blicke mit Ida und Albin. Es waren eindeutig Männer in der Jagdhütte.

»Los, schnell weiter«, flüsterte William eindringlich. Ida ging vor. Sie schlich geräuschlos um die Hüttenwand und peilte den Trampelpfad an, der von hier aus direkt am See entlangführte.

Plötzlich polterte es, die Tür wurde aufgestoßen, und zwei Männer schleppten etwas Großes ins Freie.

Die Kinder blieben wie angewurzelt stehen und hielten den Atem an! William schlug das Herz wie wild in seiner Brust. Nach dem ersten Schrecken sah er genauer hin. Durch den dichten Nebel konnte er zwar nur schemenhaft etwas erkennen, doch es handelte sich eindeutig um eine Kiste, die nun dort vor der Hütte stand.

»Bist du fertig?«, fragte einer der Männer mit rauer Stimme. Er blickte sich wachsam um, so, als ob er etwas Bedrohliches erwartete. Zum Glück starrte er an der anderen Hüttenwand vorbei, Richtung VW Bus.

»Ich hol nur noch meine Jacke«, antwortete der andere etwas dickere Mann und verschwand wieder in der Hütte.

Zu Williams heftig schlagendem Herzen gesellte sich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Irgendetwas stimmte hier nicht. Er schaute und horchte angespannt. Diese Männer hatten die Jagdhütte bestimmt nicht gemietet.

Die benehmen sich irgendwie verdächtig!

Der erste Mann stellte sich breitbeinig vor die Kiste und beobachtete den Waldweg. William blickte Ida und Albin an und bedeutete ihnen, dass es Zeit war zu verschwinden, solange der Kerl noch in die andere Richtung starrte.

Die benehmen sich irgendwie verdächtig!

Der erste Mann stellte sich breitbeinig vor die Kiste und beobachtete den Waldweg. William blickte Ida und Albin an und bedeutete ihnen, dass es Zeit war zu verschwinden, solange der Kerl noch in die andere Richtung starrte. Sie nickten zustimmend. Auch ihnen war die seltsame Stimmung nicht entgangen.

Ida machte einen Schritt vorwärts und trat auf einen Zweig. Er zerbrach krachend unter ihrem Gummistiefel.

»Oh!«, entfuhr es ihr. Dann schlug sie entsetzt die Hände vor den Mund. Die Bretter unter ihrem Arm kamen ins Rutschen und polterten zu Boden. William und Albin starrten sie entgeistert an. Dann fuhren ihre Köpfe Richtung Hütte.

William hatte vieles erwartet, doch ganz bestimmt nicht, dass der Mann lautlos auf sie zu gehechtet kam!

 

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William und die blutende Quelle im Wald

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Leseproben, Gedichte, Rezepte Woche 9: "Unverhofft - Magisches Geflüster"

Minileseprobe der Woche 9

 

Schneit es bei euch auch? :o) Obwohl die heutige Leseprobe aus einer weihnachtlichen Geschichte ist, passt die Stimmung von Schnee gerade hervorragend!

Heute also die Minileseprobe aus der Kurzgeschichte Unverhoft - Magisches Geflüster.

 

Leserprobe:

Manchmal ist einfach alles wie verhext. Oder wohl eher verflucht.

»Das kann einfach nicht angehen!«, schrie Annika und trat mit voller Wucht gegen den Laternenpfahl vor dem Brautmodengeschäft. »Aua!«, brüllte sie gleich darauf.

Ich sah sie nur an, schüttelte aufgelöst den Kopf und drängte die aufsteigenden Tränen zurück.

»Ich hole dich morgen ab, okay?«, fragte ich und seufzte.

»Klar, als ob das was bringen würde«, knurrte sie, fuhr sich durch die Haare und dann über die Augen. Sie atmete tief durch. »Ich muss los, Lilly bei der Tagesmutter abholen.« Sie holte noch einmal tief Luft. »Also morgen um neun.«

Ich nickte und schluckte tapfer. »Wir kriegen das schon irgendwie hin.«

Ich schnaubte. Um ehrlich zu sein, glaubte ich meinen eigenen Worten nicht. Ich sah mich zum abgedunkelten Schaufenster um. Heitmanns stand in großen Lettern über der Tür. Darunter in schräger Schrift Braut- und Abendmoden. Ein kleiner, aber erstaunlich gut besuchter Laden, der Kunden aus allen drei nächstgelegenen Städten anzog. Wir waren bekannt für unseren guten Service, die exquisite Auswahl und für Qualität. Eine erfolgreiche Kombination. Umso überraschender platzte die heutige Bombe: pleite!

Wir konnten es kaum fassen. Und nun standen wir hier vor verschlossenem Laden. Die Chefin hatte uns einfach nach Hause geschickt.

Wir verabschiedeten uns und gingen mit hängenden Schultern in verschiedene Richtungen. Ich wechselte die Straßenseite, achtete kaum auf den Verkehr und ignorierte den hupenden Fahrer, der mir einen Vogel zeigte.

 

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Unverhofft - Magisches Geflüster

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Leseproben, Gedichte, Rezepte Woche 8: "Astro-Date"

Minileseprobe der Woche 8

 

Heute aus der Kurzgeschichte Astro-Date - Magisches Geflüster.

 

Leseprobe:

Ich richtete mich auf, sah über die Menschenmenge hinweg und erstarrte – zum millionsten Mal in meinem Leben wünschte ich mir, kleiner zu sein …

 

Darf ich mich vorstellen? Ich heiße Britta, bin siebenundzwanzig Jahre alt, von Beruf Grafikdesignerin, und ich messe satte ein Meter siebenundneunzig (1, 97 m). Ich bin Single – sozusagen ein Dauerzustand. Versucht mal, als Frau dieser Größe einen passenden Mann zu finden. Ich vermute, da ist es noch leichter, als tatterige, verrunzelte Oma einen Lebenspartner aufzutreiben.

 

Ich seufzte und tauchte in der Menge der Flohmarktbesucher Kopf über in eine Kiste mit gebrauchten Büchern. Mein Ziel war es, mich klein zu machen, was mir natürlich nicht gelang.

 

»Davon bekommst du nur einen krummen Rücken«, pflegte meine Oma immer zu sagen, sobald ich mal wieder leicht gebückt versuchte, mit der Menge zu verschmelzen, anstatt über sie hinweg zu sehen.

 

Ich griff aufs Geratewohl ein Buch und tat so, als würde ich den Einband betrachten, linste dabei aber durch die Menge der Flohmarktbesucher hindurch, um ihm ja nicht begegnen zu müssen. Natürlich fiel mein Versteckspiel auf, denn ich war – was sicher leicht nachzuvollziehen ist – miserabel darin, mich unauffällig zu verhalten. Einen Körper von einem Meter siebenundneunzig klein zu machen, war schier unmöglich.

 

»Was treibst du da?«, fragte Tanja stirnrunzelnd und begann sich neugierig umzusehen.

 

Ich gab einen knurrenden Laut von mir und zeigte gen Parkplatz, wo er gerade Hand in Hand mit ihr entlangschlenderte.

 

»Oh«, sagte Tanja und schüttelte missbilligend den Kopf. »Das ist ja wohl völlig übertrieben, Britta. Immer noch? Wirklich?«

 

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Astro-Date - Magisches Geflüster

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Leseproben, Gedichte, Rezepte Woche 7 Heute: "Emilie - Traumbegegnungen"

Minileseprobe der Woche 7

Dieses Mal aus de Roman Emilie - Traumbegegnungen aus der Reihe Das Vermächtnis der Lil`Lu.

 

»Emilie? Emilie! Ich kann dich sehen, warum kommst du nicht?«

Dannys Stimme klang ungeduldig. Schlagartig befand ich mich auf der Traumebene – mein braunes Licht strömte in alle Richtungen und leuchtete mir den Weg. Dort stand sie – hochgewachsen, die blonden Haare zu einem seitlichen Zopf geflochten – und schüttelte verständnislos den Kopf.

»Was soll das?«, fragte sie ungehalten.

Was sollte was? Ich hatte keine Ahnung, was sie meinte. Viel zu froh, sie zu sehen, eilte ich auf sie zu und grinste sie freudig an.

Sie runzelte die Stirn. »Willst du mich zum Narren halten?«

»Wieso?«, fragte ich verwundert.

»Vielleicht, weil du dich hinter deinem braunen Schatten versteckt und mich heimlich beobachtet hast?«

Ich hatte was? Verwirrt sah ich meine Traumfreundin an.

»Wie kommst du denn darauf? Ich habe mich nicht versteckt. Warum sollte ich das tun? Ich bin doch heilfroh, dich zu treffen.«

Danny hob die Augenbrauen und musterte mich kritisch.

»Ich habe dich erst gesehen, nachdem du mich gerufen hast. Ehrlich«, fügte ich noch hinzu, da Dannys zweifelnder Blick mich durchbohrte.

»Hm«, machte sie nachdenklich. »Du warst aber da, ganz sicher«, beharrte sie.

»Ich war wo?«

»Na, in dem bräunlichen Schatten, so als hättest du auf dieser Traumebene bereits auf mich gewartet.«

»Hm«, sagte ich nun meinerseits. Traumebene. Wir hatten uns über unsere seltsamen Traumbegegnungen zu Anfang unterhalten. Danny vertrat die Theorie, dass ich mich auf eine andere Ebene transferieren konnte, um mit ihr zu kommunizieren. Eine Reise der Sinne in eine transzendente Raumzeit, in die ich sie irgendwie hineinzog. Denn laut Danny hatte sie gar keine Wahl. Sie selbst wurde einfach zu mir geführt, als folgte sie einem Ruf. Gehen konnte sie allerdings wieder, wann sie es wollte.

»Du meinst, ich kann diese … hm … Ebene auch ohne dich betreten?«, fragte ich zweifelnd. Wenn ich das könnte, weshalb tat mein Unterbewusstsein das dann nicht einfach? Immerhin war ich hier – wo auch immer das war – vor meinem Albtraum sicher.

»Da bin ich mir sogar sicher«, sagte Danny in meine Überlegungen hinein. »Du erschaffst diesen Zugang, es ist dein Werk, Emilie, nicht meines. Also solltest du die vorhandene Traumebene auch ohne mich nutzen können. Ich gehe davon aus, dass diese Raumzeit auch dann existiert, wenn du sie nicht nutzt.«

Ich stutzte. Eine neue Idee meines gequälten Unterbewusstseins? Erweiterte ich einfach die Traumebene und umging dadurch das Hindernis, dass Danny nicht immer auftauchen konnte? Schlau von mir, dachte ich in einer Mischung aus Verwirrung und Belustigung. Das wurde ja immer besser.

»Das wäre praktisch«, meinte ich nach einer Weile, während ich bereits überlegte, was mir mein Normalität anstrebendes Unterbewusstsein wohl als nächstes für Steine in den Weg legen würde … Und ob ich diese dann auch wieder mit neuen Ideen aus dem Weg räumen würde. Wenn das so weiterging, würde ich garantiert verrückt werden – ich meine so richtig Klapsmühlen verrückt.

Danny musste mir meine innere Unsicherheit angesehen haben.

»Probier es einfach aus«, sagte sie schulterzuckend. »Was hast du zu verlieren?«

Meinen Verstand? Ich seufzte und nickte ergeben. Selbstverständlich würde ich das testen. Mir war schmerzlich bewusst, dass ich für albtraumfreien Schlaf so einiges opfern würde.

»Aber vergiss mich dann nicht«, knurrte Danny. Und ich meinte damit ein echtes Knurren.

Bei unserer ersten Traumbegegnung hatte es uns beide unerwartet erwischt. Ich hatte völlig perplex vor einer wild aussehenden Frau in eindeutiger Angriffshaltung gestanden. Im Gegensatz zu Danny war ich wie gelähmt gewesen. Ich hatte diese Frau, die eher einem wilden Tier glich, einfach nur angestarrt – unfähig mich zu rühren oder einen Ton zu sagen. Sie dagegen hatte, ähnlich einem Panther zum Sprung bereit, gefährlich und sehr laut gefaucht. Das tiefe Knurren, das darauf gefolgt war, verpasste mir noch heute eine Gänsehaut, wenn ich daran dachte. Doch heute war sie meine Freundin – irgendwie. Das Knurren gehörte zu ihr, wie das Seufzen zu einem Menschen. Ich hatte mich daran gewöhnt, dass Danny speziell war. Ein Wesen aus einer anderen Welt. Und abgesehen davon nur ein Hirngespinst meinerseits.

Ich lächelte Danny ehrlich an. »Niemals, versprochen. Wie sollte ich jemanden wie dich einfach vergessen? Keiner knurrt so schön wie du.«

Danny knurrte noch einmal – dieses Mal eindeutig als abfälliges Schnaufen gemeint –, dann nickte sie nur. Irgendwie wirkte sie bedrückt. Mir fiel ein, dass sie außer mir niemanden hatte. Sie war auf der Flucht vor ihresgleichen, die sie zu etwas zwingen wollten, das sie nicht wollte. Danny war einsam, das verstand ich auf einmal. Ich war die einzige Person, die ihr Gesellschaft leistete – wenn auch nur sporadisch in unseren Träumen.

»Nein, im Ernst Danny«, sagte ich nun aufrichtig. »Du bist meine Freundin. Ich freue mich, dich zu sehen. Unsere Gespräche bedeuten mir sehr viel. Ich mag dich.«

Das stimmte sogar. Sicher, ich hatte sie erfunden, um meine Albträume in den Griff zu bekommen. Aber eines war klar: Wäre sie real, wäre sie garantiert ebenfalls meine Freundin. So grundverschieden wir auch waren, so verband uns etwas, das stärker war, als einfache Bekanntschaft. Irgendwie fühlte es sich sogar stärker an als Freundschaft. Es war mehr wie ...

»Du könntest meine Schwester sein.« Da Danny mich überrumpelt ansah, begann ich zu stottern. »Ich … ähm … Ich meine, irgendetwas gibt es da zwischen uns. Ein unsichtbares Band … Irgendwie …«

Sie hob die Augenbrauen.

Ich schlug mit den Armen aus. »Ich weiß auch nicht. Es ist, als ob wir zusammengehören.«

Eine ironische Stimme meldete sich: Ja, genau, immerhin ist sie ein unterbewusster Teil von dir.

Ich ignorierte das. »Es ist ...«

»Als ob es eine uralte Verbindung gäbe«, beendete Danny meinen Satz. Ihre Katzenaugen ruhten lächelnd auf mir.

Ich hielt inne. Eine uralte Verbindung …

Irgendetwas rührte sich in meinem Inneren. Etwas, das tief verborgen schien. Eine Flut von Gefühlen strömte durch mich hindurch: Macht, Liebe, Verlust und eine uralte Kraft, die mich zu erfüllen schien. Mir wurde schwindlig. Ich zog hörbar die Luft ein und schwankte. Dann war es genauso schnell vorbei, wie es gekommen war.

»Ich spüre es auch«, wisperte Danny. »Diese unendliche Kraft.«

 

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Emilie - Traumbegegnungen (Das Vermächtnis der Lil`Lu )

 

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Leseproben, Gedichte, Rezepte Woche 6 "Lovisa - Im Zeichen des Feuers"

Uff, irgendwie bin ich die letzten Wochen zu nichts gekommen. Hatte viel Besuch :o) Zum Beispiel war meine kleine Nichte hier. So süß!

Aber diese Woche gibt es wieder ein Appetithäppchen.

Heute eine Minileseprobe aus dem Roman Lovisa - Im Zeichen des Feuers, aus der Reihe Das Vermächtnis der Lil`Lu.

 

Die Vision erwischte mich eiskalt.

 

Emilie stieß einen unterdrückten Schrei aus und schlug sich die Hände vor den Mund. Sie kauerte verängstigt hinter ein paar spärlich belaubten Büschen und starrte mit weit aufgerissenen Augen durch die dünnen Zweige auf etwas, das sich meinem Blick entzog. Schritte stampften über Kies, es raschelte, dann eine strenge Stimme.

»Waffen weg und mit erhobenen Händen langsam herauskommen!«

Emilie zuckte zusammen, als wäre sie geschlagen worden, dann begann sie, wie Espenlaub zu zittern. Sie hob den Blick und sah mir direkt in die Augen.

Hilfe!

 

Ihre stumme Bitte traf mich wie ein Blitzschlag. Ich erwachte und starrte direkt in Josefins Augen, die mich zutiefst erschüttert ansahen. Oh, verdammt, mein Timing war wieder einmal erschreckend.

»Geht es Euch gut?«

Ich zitterte und versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. Emilie? Sie war in Gefahr? Wo? Und vor allem, wann? Meine Visionen waren da nicht sehr spezifisch. Um genau zu sein, wusste ich erst seit Kurzem, dass es tatsächlich echte Visionen waren und diese durchaus aus verschiedenen Zeiten stammen konnten. Sogar aus verschiedenen Welten. Aber Waffen?

Als ich Josefin nicht antwortete, lief sie zur Tür und zauberte dort eine Computerkonsole hervor.

»Ich rufe Hilfe«, murmelte sie. Zum Glück war sie da genau wie meine Josefin, sie redete immerzu und sprach meist auch ihre Gedankengänge laut aus, bevor sie handelte.

»Nein!«, schrie ich und war mit zwei Sätzen bei ihr. Ich schubste sie fast von der Konsole fort, so dringend war es mir, sie an ihrem Vorhaben zu hindern.

Josefin wich erschrocken vor mir zurück, ich versuchte, mich zu beruhigen. Wie mochte ich für sie aussehen? Das Bild von Ulrika kam mir in den Sinn, wie sie mit irrem Blick durch mich hindurchsah und panisch ihre Hände rieb. Ich atmete tief ein, sah Josefin direkt in die Augen und gab mir Mühe, so normal wie möglich zu klingen.

»Es geht mir gut. Wirklich«, fügte ich hinzu, denn ihr Gesichtsausdruck sprach Bände. »Das ... hm … was eben passiert ist, möchte ich gern für mich behalten.«

Ich zögerte. Eigentlich hatte ich keine Ahnung, wie ich es Josefin begreiflich machen sollte, dass niemand davon erfahren durfte, ohne ihre Neugierde zu sehr zu wecken. Außerdem war ich nicht sicher, was genau sie sich aus meiner Reaktion zusammenreimte. Ich wusste ja nicht einmal, wie ich mich verhalten hatte. Hatte ich nur stocksteif dagestanden oder hatte ich etwas gesagt? Als ich die Vision vom bestialischen Mord an Gunnar in Amandas Flur gehabt hatte, da hatte ich laut Emilie geschrien wie am Spieß.

Emilie! Ihr stummer Hilferuf schickte mir eine grausige Gänsehaut über den Rücken. Ich wünschte mir sofort die nächste Vision herbei, obwohl ich weder das Josefin-Problem gelöst noch Einfluss auf meine Visionen hatte. Ich konnte sie nicht nach Belieben herbeiholen, sie kamen einfach über mich.

Josefin blickte mich äußerst skeptisch an.

»Ich muss alle … Besonderheiten melden«, sagte sie vorsichtig. »Aus welchem Grund sollte ich diesem Befehl nicht gehorchen?«

»Bitte.« Ich sah Josefin flehend an. »Ich bin nicht krank. Ich hatte eine Erinnerung. Etwas, das nur mich selbst etwas angeht«, versuchte ich es mit der Halbwahrheit.

Sie sah mich wachsam an. Ihr Blick huschte zur Konsole und zu mir zurück. Ich trat einen Schritt rückwärts. Wenn ich sie jetzt zwang, dann würde sie mein Verhalten bei erstbester Gelegenheit melden, davon war ich überzeugt.

So ist es gut. Folge deinem Instinkt, flüsterte Ulrikas Stimme in meinem Kopf. Mein Blick flackerte. Ich hoffte, Josefin hatte es nicht gesehen.

»Ihr habt das Zweite Gesicht«, hauchte Josefin auf einmal.

 

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Lovisa - Im Zeichen des Feuers (Das Vermächtnis der Lil`Lu)

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Leseproben, Gedichte, Rezepte Woche 3 "Lovisa - Der Riss im Universum"

Minileseprobe der Woche 3

 

Heute aus dem Buch Lovisa - Der Riss im Universum aus der Reihe Das Vermächtnis der Lil`Lu.

 

Erik versuchte, die Fassung zu wahren. Sein Atem ging viel zu schnell, sein Puls raste. Er spürte ihren zitternden Körper an seinem, fühlte ihren Herzschlag, blickte in ihre weit aufgerissenen Augen. Er konnte sich nicht erinnern, je so heftig auf eine Frau reagiert zu haben.

Sie hatte ihn überrascht, als sie seinen Kuss auf einmal erwiderte. Diese weichen Lippen … Auf einer heißen Woge hatte es ihn mitgerissen. Ihn, der bisher gegen alle Verführungstechniken resistent gewesen war. Er war dafür bekannt, einen kühlen Kopf zu wahren. In der Ausbildung gehörte er zu den Besten, er war nicht beeinflussbar, nicht für psychische Verhörmethoden angreifbar. Und trotzdem …

Als sich ihre Zungen berührten, hatte es ihn wie ein Schlag getroffen.

Sie war eine Lil`Lu, erinnerte er sich. Etwas von ihrem dämonischen Wesen hatte ihn berührt, seinen sorgfältig aufgebauten Schutzpanzer durchbrochen. Dass sie von ihrer Kraft offenbar nichts wusste, machte das Ganze nicht gerade einfacher. Zitternd stand sie da, ihm schutzlos ausgeliefert, mit verschreckten rehbraunen Augen. So jung, so unerfahren. Doch genau das war ihre Waffe, traf ihn mitten ins Herz.

»Wir müssen jetzt gehen … unauffällig«, sagte er mit rauer Stimme. Er unterbrach dabei den Augenkontakt keine Sekunde. »Bist du so weit?«

Sie starrte ihn immer noch mit weit aufgerissenen Augen an, zitterte noch heftiger. Ein zartes Nicken.

 

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Lovisa - Der Riss im Universum (Das Vermächtnis der Lil`Lu 1)

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Minileseprobe zu "Die Erben der alten Zeit - Ragnarök"

Minileseprobe der Woche 48


»Ich habe es schon länger vermutet«, sagte er. »Du bist eine Empathin. Meine Charlie ist eine werdende Raidho!« Charlies Kopf flog in die Höhe. Vergessen waren die peinlichen Gefühle und ihr Unvermögen, die richtigen, entschuldigenden Worte zu finden.

»Ich bin was?«, rief sie erschrocken aus. Biarn wirkte verwundert.

»Du musst es doch bereits erraten haben? Nur ein Raidho ist zu empathischen Kräften fähig.«

»Ich…. Äh …« Charlie hatte vergessen, dass sich ihre Hand in Biarns Hand befand. Regungslos saß sie da und versuchte ihre Gedanken zu sortieren. Richtig, eigentlich hatte sie gewusst, dass Empathie mit Raidhokräften verbunden war. Doch bis gerade eben war ihr nicht einmal wirklich klar gewesen, dass ihre verstärkte Gefühlsantenne etwas mit Empathie zu tun haben könnte. Wie in Zeitraffer erlebte sie nun Ereignisse noch einmal, bei denen sie fast gefühlt hatte, was andere dachten. Und dann fiel es ihr wie Schuppen von den Augen …

»Empath! Ich habe empathische Kräfte! Deshalb fühle ich in letzter Zeit so oft, was andere denken.« Biarn nickte und schüttelte dann über Charlies Begriffsstutzigkeit den Kopf.

»Wie lange kennst du nun bereits die Anzeichen von empathischen Fähigkeiten? Wie oft hast du meinem Druck widerstanden?«, fragte er verwundert. »Und dann erkennst du diese einzigartigen Kräfte nicht wieder, wenn sie dir selbst widerfahren. Charlie, du bist einfach unglaublich!« Charlie verzog das Gesicht und entriss Biarn endlich ihre Hand. Sie verschränkte die Arme vor ihrer Brust und schmollte vor sich hin.


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Minileseprobe zu "Die Erben der alten Zeit - Der Thul"

Minileseprobe der Woche 47

 

Charlie betrachtete die Kisten, hinter denen sie sich versteckt hatten. Sie wirkten eher wie Truhen.

»Das müssen sie sein«, flüsterte sie. Tora hatte bereits den Deckel einer Truhe angehoben. Die Scharniere knarrten so laut, dass sie den Deckel vor Schreck fallen ließ.

Rums!

Alle drei standen regungslos da und lauschten. Doch das einzige, was sie hörten, war das Fluchen des Arbeiters, der offenbar versuchte, Gler dazu zu bewegen, mit ihm zu gehen.

»Kann mir mal jemand helfen!«, brüllte er ärgerlich. »Das Vieh ist störrischer als ein Hippolektrion!«

Kunar inspizierte die Truhen genauer.

»Das ist die größte, die nehme ich«, murmelte er. »Ihr könntet in diese beiden dort hineinpassen ...«

 Tora rümpfte die Nase.

»Das riecht, als hätten sie damit Saligasters Socken transportiert!«, sagte sie.

»Hör auf zu meckern und steig endlich hinein«, knurrte Kunar seine Schwester an.

Doch sie hielt abrupt inne.

»Was ist?«, zischte Kunar. Charlie sah sich reflexartig um.

Hatte Tora etwas gehört?

Die Tür war einen Spalt weit offen angelehnt, aber es war nichts zu sehen.

»Die Kontaktlinsen«, flüsterte Tora eindringlich. »Wir brauchen sie jetzt!« Charlie fing hastig an in ihren Manteltaschen zu graben.

Wie konnte sie so etwas Wichtiges nur vergessen?

Sie fischte den braunen Seidenspinnerbeutel hervor und fummelte an dem Lederband herum.


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Minileseprobe zu "Die Erben der alten Zeit - Das Amulett"

Minileseprobe der Woche 46


Als Tora, Charlie und Kunar in Vanaheim ins Freie stolperten, schlug ihnen eine drückende Hitze entgegen. Charlie hatte allerdings kaum den ersten Atemzug getan, als plötzlich etwas sehr Großes auf ihr landete und sie zu Boden warf! Mit dem Gesicht voran, wurde sie auf dem spärlichen Gras plattgedrückt. Charlie hörte wie Tora vor Entsetzen laut aufschrie. Dann spürte sie, wie sich etwas sehr Schweres von ihrem Rücken abstieß und sie dadurch noch tiefer ins Gras gedrückt wurde. Sie bekam keine Luft. Panisch kämpfte sie gegen das Gewicht an, dass sie zu erdrücken schien. Sie brauchte Sauerstoff in ihren Lungen.

Plötzlich war sie frei! Die Luft um sie herum wurde aufgewirbelt und irgendetwas schnaubte und flatterte über ihr. Tora schrie immer noch. Und Charlie versuchte sich hustend und prustend hochzurappeln. Sie spuckte Gras und Sand. Verwirrt rang Charlie nach Luft und sah sich um. Was war das?

Sie erstarrte. Einige Meter über ihr kämpfte ein riesiger Drache darum, an Höhe zu gewinnen!


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Minileseprobe zu "Wer zum Teufel ist Butterblume?"

Minileseprobe der Woche 44


Ich war spät dran und es regnete in Strömen. Ich war pitschnass, meine hüftlangen, schwarzen Haare klebten mir unschön überall dort, wo es störte, und meine Bluse zeigte mehr, als mir lieb war.

Das Meeting hatte schon begonnen, und mein Chef warf mir einen tadelnden Blick zu. Der Rest der Truppe verkniff sich ein Grinsen. Hastig setzte ich mich, zog den Notizblock hervor und begann, das Personalmeeting Punkt für Punkt mitzuschreiben. Ich war Chefsekretärin eines renommierten Hamburger Unternehmens und normalerweise professionell bei der Sache. Heute fiel es mir allerdings schwer, mich zu konzentrieren. In Gedanken war ich schon im Urlaub. Das war auch der Grund für meine Verspätung gewesen. Ich musste packen! Meine sorgfältig zusammengetragene Liste über alles, was ich mitnehmen wollte, war wie vom Erdboden verschluckt gewesen. Voller Panik, die Hälfte zu vergessen, lief ich in meiner kleinen Poppenbüttler Wohnung herum und warf wahllos alles in den Koffer, das irgendwie von Nutzen sein könnte.

Als ich mit sämtlichem Gepäck bereits im Auto saß, fiel mir siedendheiß ein, dass ich die Tickets noch nicht ausgedruckt hatte. Verflixt! Hektisch – was normalerweise nicht meine Art war – stürzte ich durch den strömenden Regen zurück in den zweiten Stock, stolperte über die Treppenstufen, ignorierte mein Schnaufen und die plötzlichen Hitzewallungen, und hechtete an den Computer. Ich trommelte ungeduldig mit den Fingern auf der Tischplatte und fragte mich, ob das Ding schon immer so langsam gewesen war. Mein fünfzehnter Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich das erste Mal zu spät kommen würde. Ich ärgerte mich. Hätte der Chef mir nicht freigeben können? Er wusste ganz genau, dass ich direkt nach dem Meeting zum Flughafen musste. Und zwar ohne Verzögerung, sonst verpasste ich noch den Flug. Mein Zeitplan war extrem knapp bemessen. Und alles nur, weil mein herrschsüchtiger Chef mich keine paar Stunden früher gehen lassen wollte.

»Ich brauche Sie bei dem Meeting, Frau Berger.« Ja klar. Als ob es niemand anderes gab, der seine wichtigen Ergüsse auf Papier festhalten konnte!


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Wer zum Teufel ist Butterblume? - Magisches Geflüster

 

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Minileseprobe zu "Wer zum Teufel ist Butterblume?"

Minileseprobe der Woche 37


Wer zum Teufel ist Butterblume? - Magisches Geflüster


Tom ließ sich in den Sitz fallen und atmete erleichtert aus. Er war fast am Ziel, in wenigen Stunden würde sein neues ruhiges Leben beginnen. Es konnte nur besser werden, in jeder Hinsicht. Seine Arbeit an der Börse war jetzt schon nur noch eine unwillkommene Erinnerung – Stress pur. Aber gutes Geld, da ging kein Weg dran vorbei. Tom hatte sich in den letzten Jahren ein Vermögen zusammengeackert. Doch zu welchem Preis?

Der Zusammenbruch kam, als die Kopfschmerzen unerträglich wurden. Und dann die niederschmetternde Diagnose: Hirntumor. Arbeitsausfall, Krankenhaus, OP, Bestrahlung – mit seinen knapp vierzig Jahren war er nur noch ein Schatten seiner selbst gewesen. Er hatte nach der Entfernung des Tumors neu sprechen lernen müssen, war heute nur noch bedingt belastbar und seine Konzentrationsspanne glich der einer Amöbe. Jeglicher Stress war seitdem Gift für Tom. Es wurde ihm unmissverständlich nahe gelegt, dass er nicht nur kürzertreten, sondern sein Leben radikal umstellen müsse. Nichts würde mehr sein, wie es einmal war.

Da zeigte Gary ihm eine Finca, die zum Verkauf stand. Direkt am Meer, mit einem kleinen Weinberg und ein wenig Land. Ein Traum, weit ab von der Welt, die ihm bekannt war.

»Hier kannst du zur Ruhe kommen«, hatte Gary voller Enthusiasmus gesagt. »Wir keltern unseren eigenen Wein, halten uns ein paar Ziegen für hauseigenen Käse und bieten Urlaub für Touristen an, Whalewatching inklusive!«

»Whalewatching?«, Tom erinnerte sich gut, wie verwirrt er gewesen war. Was war ihm entgangen? »Spanien?«, hatte er vorsichtig gefragt und dabei gehofft, dass sein Unverständnis nicht wieder auf einer Gedächtnislücke aufgrund seiner Operation beruhte.

»Nicht Spanien, Tom, Portugal! Die Azoren gehören zu Portugal.«

Azoren? Moment mal, davon hatte Gary aber noch nichts gesagt, oder?

»Wann wolltest du mir sagen, dass dieser Traum auf den Azoren liegt?«, pokerte er und hoffte, dass sein Gedächtnis ihn nicht belog.

Gary grinste breit. »Wenn du dafür bereit wärst!«

»Ach, und jetzt bin ich das?«, Tom sah Gary vorwurfsvoll an. Gary ignorierte das und strahlte.« Wale und Delphine! Die Finca hat zwei extra Apartments, das ist perfekt! Wir kaufen uns ein Boot und fahren Touristen hinaus aufs Meer. Eine Arbeit wie täglich Urlaub, und uns kommt unsere Vergangenheit als Rettungsschwimmer zugute. Wir haben sogar schon beide den Bootsführerschein. Na, was sagst du?« Gary lehnte sich sichtlich begeistert im Stuhl zurück und nahm einen ordentlichen Schluck Bier. »Nur du und ich. Du müsstest dann allerdings ohne dein kleines Betthäschen auskommen«, fügte er mit einem breiten Grinsen hinzu.

Tom verdrehte die Augen. Melissa war nun wirklich nicht das Problem. Er wusste ganz genau, dass sie nichts für die Zukunft war. Die Kleine war scharf, aber genauso scharf war sie auch auf sein Geld, da machte sich Tom nichts vor, egal, wie üppig ihre Oberweite und wie schmollend ihr Mund auch waren.


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Wer zum Teufel ist Butterblume?

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Minileseprobe zu "Die Erben der alten Zeit - Das Amulett"

Minileseprobe der Woche 35


Die junge Frau mit den Bernsteinaugen strich sich das Haar aus dem Gesicht. Schweißperlen glänzten auf ihrer hohen Stirn. Sie streckte sich.

Der Rückweg war nicht sehr lang gewesen, aber sehr verwirrend. Sie blickte über den breiten langsam fließenden Fluss. Nachdenklich. Das Kanu hatte sie weit an Land gezogen, in Sicherheit vor der alles mit sich führenden Strömung des Wassers. Nicht weit von hier, mündete der Fluss in einem Meer. Die junge Frau konnte die hohen Bauten der Stadt sehen, die sich hinter den dichten Wäldern erhoben und den Fluss auf seinen letzten Kilometern zum Meer begleiteten.

Sie schloss die Augen und atmete tief durch. Da war es wieder. Erinnerungsfetzen flatterten vorbei. Längst vergessene, tief  vergrabene Bilder. Ein schwarzes Pferd mit weit ausgestreckten Flügeln flog mit kräftigen Bewegungen auf sie zu. Das Bild verschwand. Aufgelöst in einer dicken Nebelwand, die sich aus dem Nichts vor ihr aufbaute. Ein Schauer lief ihr über den Rücken.  Sie sah zur Stadt hinüber. Die drei Sonnen hatten den höchsten Punkt verlassen und senkten sich nun langsam über die hoch hinausragenden Türme der Stadt.

Weitere Erinnerungsfetzen tauchten auf und verschwanden gleich darauf wieder in den Tiefen ihres Unterbewusstseins.

Sie saß auf dem Rücken eines rabenschwarzen Pferdes und ritt über eine saftig grüne Bergwiese. Etwas berührte ihre Wade. Es war ein Flügel. Schwarz und kräftig breitete er sich unter ihr aus. Dann das Gesicht eines alten Mannes. Seltsam vertraut und doch so unendlich fern. Er hielt eine Kette hoch. Einen weißen Stein an einem Lederband.

Unwillkürlich griff sich die junge Frau an die Brust. Sie griff nach der Kette die sie trug, einem weißen Stein mit blutroten, eingravierten Linien. Er war angenehm kühl. Spendete Erfrischung in dieser fast unerträglich feuchten Hitze…

…Die junge Frau runzelte nachdenklich die Stirn. Es musste etwas zu bedeuten haben. Aber was? Sie atmete tief durch und versuchte sich zu erinnern. Was gab es da noch? Wer war der alte Mann? Was hatte es mit diesem Pferd auf sich? Ein geflügeltes Pferd. Ein Pegasus. Ein Fabeltier. So etwas gab es doch gar nicht. War es ein Traum? Eine Warnung? Ein Zeichen? Was war Einbildung und was Wirklichkeit? Irgendwie fühlte es sich aber so wirklich an. Sie konnte die Wärme des Tieres unter sich fast fühlen...

 

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Minileseprobe zu "William und die blutende Quelle im Wald"

Minileseprobe der Woche 33


Als William und Albin die Quelle erblickten, blieben sie wie angewurzelt stehen.

Das Wasser der Quelle plätscherte wie immer. Es war nicht gefroren – nur ein kleiner Eisrand hatte sich an der Kante des Beckens gebildet. Eine rote Kante? … Blutrotes Wasser lief den Felsen hinab!

Williams Herz schlug schneller, Albin neben ihm begann zu zittern.

»Das Blut vom Heiligen Olaf?«, wisperte er entgeistert.

William konnte ihm nicht antworten, ihm schnürte sich die Kehle zu.

Richtig. Jetzt fiel ihm die Geschichte wieder ein. Das musste es sein. Es war das Blut vom Heiligen Olaf!

Wie gelähmt starrten die beiden auf die rote Quelle – es war, als blute der Fels.

William schluckte, Albin machte einen Schritt rückwärts. Dann wandte er sich mit einem panischen Gesichtsausdruck zu William um und rannte, so schnell ihn seine Füße tragen konnten, davon.

William überlegte nicht lange. Mit rasendem Herzen preschte er Albin hinterher. Sein Rucksack prallte ihm bei jedem Schritt in den Rücken. William konnte seinem Freund nicht so schnell folgen, da er schwer daran zu tragen hatte. Immerhin waren darin sein Frühstück, eine Flasche Saft und zwei große Pakete gefrorenes Rauchpulver.

»Warte!«, brüllte er. »Albin, warte auf mich!«

Albin sah sich hastig um und verringerte sein Tempo leicht. Jetzt flüchteten sie Seite an Seite. Der Wichtelpfad sauste unter ihnen dahin, sie keuchten um die Wette. Die Puste ging ihnen aus, bevor sie die Straße erreicht hatten. Ängstlich sahen sie sich an. Sie rangen nach Luft.

»War das wirklich … Blut?«, presste Albin hervor.

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Minileseprobe zu "Emilie - Das Vermächtnis der Lil`Lu: Traumbegegnungen"

Minileseprobe der Woche 32

 

Als ich zur nächsten Stunde den Klassenraum betrat, erwartete mich ein Geschenk.

»Englisch fällt aus«, klärte mich Josefin fröhlich auf.

»Dem Himmel sei Dank«, murmelte ich und machte es mir an meinem Platz bequem. Während um mich herum die Mitschüler quasselten, bettete ich meinen Kopf auf meine Unterarme und schloss erleichtert die Augen. Was für ein Segen, sich einfach nur ausruhen zu können. Das Geplapper um mich herum wurde langsam zu einem Einheitsbrei, schien in Watte gepackt zu werden und rückte in weite Ferne. Mein Körper fühlte sich unnatürlich schwer an, und obwohl ich es versuchte, konnte ich meine Augen nicht öffnen.

Ich darf nicht einschlafen, schoss es mir durch den Kopf. Nicht hier, nicht im Klassenraum. Was, wenn ich schreiend aufwachte, wie ich es letzte Nacht getan hatte? Ich hatte den Satz gerade zu Ende gedacht, da zogen die Schatten bereits auf mich zu. Finster wie die Nacht kamen sie näher … und näher. Mit schwarzen Fingern griffen sie nach mir. Ich wollte weglaufen, doch meine Füße schienen am Boden festgewachsen. Ein grausames Zischen – eine Art Geflüster – drang in mein vor Angst gelähmtes Gehirn. Eine silberne Klinge glänzte plötzlich hell auf. Die Panik überrollte mich, ich spürte, wie ich schneller atmete, um Luft rang und meine blankliegenden Nerven bis zum Zerreißen gespannt wurden. Der Atem stockte mir, als sich die Schatten um meinen Hals legten und zudrücken.

Ich wartete – wusste was kommen würde, hatte es seit meiner Kindheit unzählige Male erlebt. Ich zitterte vor Angst, doch ich konnte mich nicht abwenden. Blut! Gleich … Gleich würde es sich vor mir ausbreiten, sich unaufhaltsam auf mich zu bewegen, mich nahezu ertränken … Gleich …


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Emilie - Das Vermächtnis der Lil`Lu bei den "Schmökerfreaks"

Emilie - Das Vermächtnis der Lil`Lu: Traumbegegnungen bei den Schmökerfreaks zu Gast: Vielen herzlichen Dank!

Buchvorstellung und Leseprobe

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pressenet.info stellt "Emilie - Das Vermächtnis der Lil`Lu: Traumbegegnungen" vor

Vielen Dank an die online Zeitschrift pressenet.info!

Die Seite stellt mein Buch Emilie - Das Vermächtnis der Lil`Lu: Traumbegegnungen mit einer Leseprobe vor.

Ich freue mich!

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